Vor wenigen Wochen haben sich Olney Air im Grünen Salon in Berlin noch die Bühne mit Jennifer Rostock geteilt, was aus der Dame inzwischen geworden ist, konnte beim Bundesvision Song Contest verfolgt werden. Für Olney Air steht nach diversen Sampler-Beiträgen nun die Veröffentlichung ihrer zweiten EP “Pioneers” ins Haus. Deren Titel ist wegweisend. Raus und vorwärts wollen Nicolas (Gesang, Gitarre), Olivia (Bass), Jasper (Schlagzeug) und Tobias (Gesang, Gitarre) seit ihrer Gründung 2004 und haben sich dafür ihre eigenen Strukturen geschaffen. Mit Headvsheartbooking buchen sie nicht nur ihre eigenen Konzerte, sondern auch die der Mitberliner Laid. Musikalisch hingegen beschreiten Onley Air keine neuen Wege, sondern Altgewohntes und allerseits Beliebtes. Wenig innovativ, dafür umso eingängiger, erinnern ihre neuen Songs gern mal an The Ataris (“This Life”) oder auch Jimmy Eat World (“Kimberly Nova”). Dass das auf jeder Bühne funktioniert, wurde oft genug bewiesen und wer weiß, vielleicht sieht man ja auch Olney Air demnächst im Fernsehen, bestimmt aber vor großem Publikum.

Britta Arent