Porcupine Tree Mastermind Steven Wilson arbeitete in seinem Homestudio in London an ein Paar Tracks, in denen er seine Leidenschaft für psychodelsiche und progressive Musik auslebte. Mit einem Freund zusammen ließ er sich für seine „Band“ noch eine komplett erfundene Biografie einfallen und verschickte ein paar Tapes an Freunde. Was als Scherz begann sollte bald größere Wellen schlagen als er es sich vorstellen konnte. So gelangte eine Kopie auch an ein Londoner Musikmagazin, welches Porcupine Tree in den höchsten Tönen lobte und sie bat auf ihrem neu gegründeten Label zu unterschreiben. In der hiesigen Szene wurde der Ruf nach Livekonzerten laut und so musste Wilson seinen kleinen Schwindel aufdecken.

1993 rekrutierte er befreundete Musiker um eine richtige Band zu formen. Colin Edwin (Bass), Chris Maitland (Schlagzeug) sowie Richard Barbieri (Keyboard) stießen zum Soloprojekt Wilsons hinzu und nahmen mit ihm 1996 das Album „Signify“ auf. Das drei Jahre später folgende Album „Stupid Dream“ brachte dann den Durchbruch für die Band. Zahlreiche Musikmagazine lobten PT´s TripHop und Progressiv Metal Mischung in den höchsten Tönen.

Nach dem er noch bei „Lightbulb Sun“(2002) mitgewirkt hatte, verließ Schlagzeuger Maitland die Band und wurde durch Gavin Harrison ersetzt. Der Erfolgsgeschichte der Band konnte das jedoch keinen Abbruch tun und so schafften sie es mit „In Absentia“(2002) über 100000 Platten zu verkaufen. Nach dem sie die Messlatte derartig hoch gelegt hatten, überzeugten sie wiederum mit noch komplexeren Songwriting auf „Deadwing“ (2005) und „Fear of a Blank Planet“(2007).

Robert Schwabe