Hinter dem Moniker Sober Killer versteckt sich der Musiker, Komponist und Arrangeur Sam Vahdat aus Salzburg. Früher bei der halbelektronischen Band Roia, offeriert der ausgebildete Pianist und ehemalige Lehrer auf seinem ersten Soloalbum eine beeindruckende stilistische Bandbreite: Seine Einflüsse von Faithless über Massive Attack bis hin zu den Beatles destilliert er in Songs wie “Mr Fire” zu mit Trip-Hop-Beats unterlegten, psychedelisch gedehnten slo-mo-Exkursionen irgendwo zwischen den Doors und Blur. Die reine Songform ist hier jedoch die Ausnahme, der Schwerpunkt liegt klar im Elektronischen.

Vahdats Techno lässt sich indes nur schwer in derzeit gängige Club-Schablonen pressen, dafür ist der Mann musikalisch zu viel herumgekommen. In ihrer Collagenhaftigkeit binden seine Tunes ebenso House- und sogar Jazz-Elemente mit ein, wie ihr frühe Industrial-Vorläufer wie die Einstürzenden Neubauten nicht unbekannt zu sein scheinen.

Überhaupt gibt es für Sober Killer nur eine Vorgabe, wie er sagt: “Die Musik muss tanzbar sein“. Jenseits dieser Maxime ist offenbar alles erlaubt und so bringt Vahdat in “Father And Son” sogar einige Gebete seines persischen Vaters zum Swingen.

Nicht unbedingt “nüchtern”…