Songs For The Young At Heart


Mutti oder Vati werden, das ist schon etwas Schönes!  Wie viel Freude hat man mit den kleinen Rotzern. Sagt man. Aber das Elternsein hat auch seine ganz, ganz dunklen Schattenseiten. Wie zum Beispiel das Rumgequietsche, welches täglich aus dem Kinderzimmer dringt. Schlimm ist es, wenn es im Dauerton aus dem sich langsam rötenden Kinderhals erklingt, schlimmer noch, wenn es sich dabei um eine pädagogisch wertvolle Reinhard Lakomy-, Gerhard Schöne- oder Rolf Zuckowski-CD´s oder gar um das kleine Schnappi-Monster handelt.

“Songs For The Young At Heart” ist für derart hörgeplagte Erzieher und Erzieherinnen gemacht und natürlich für die Kleinen. Es handelt sich bei diesem Kleinod quasi um die Scheibe, die Indie-Eltern mit ihren Kindern gemeinsam hören sollen, ohne das eine der beiden Parteien anfängt zu nörgeln. Die Idee: Songs, die größtenteils für Kinder geschrieben wurden werden von den Idolen der Eltern dargebracht, wie Cerys Mathews, Kurt Wagner alias Lambchop, Stuart Murdoch und, und, und. Jarvis Cocker liest mit seiner Fenchelteestimme gar eine abgedrehte und very britische (das ist für die kleinen Kinder nicht so toll!) Kindergeschichte von Albert und dem Löwen vor. Stuart Staples (Tindersticks) und Stuart Murdoch (Belle & Sebastian) hauchen zarte Weisen. In Ermangelung eines eigenen Kindes borgte ich mir kurzerhand meinen Neffen aus um zu testen, was hier so schön angedacht. Und siehe da: Es funktioniert…. nicht. Zwar fanden wir beide „Songs For The Young At Heart“ gar nicht so schlecht, aber unsere Beifallsstürme wechselten sich leider ab. Als der Racker schliesslich beim großen Pulp-Meister Jarvis gelangweilt das Zimmer verlässt, weiss ich warum ich keine kleinen Kinder habe. Ihr Geschmack ist einfach grässlich.

Label: Cityslang
VÖ: 23.02.2007

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