Die Verfechter der “sanften Revolution” sind wieder da – und auch auf dem fünften Album der Stars aus Kanada bleibt vieles beim Alten: Trotz Songtiteln wie “Take Me To The Riot” oder “Bitches In Tokyo” klingt die Musik des Quintetts keineswegs auf Krawall gebürstet oder sonstwie rau. Stattdessen glänzt und funkelt die karamellsüße Stimme Amy Millans auf einem Fundament von nicht zu knapp be-keyboardeten POP-Songs, des Öfteren zärtlich umschmeichelt vom Organ (damit meine ich natürlich auch die Stimme, aber ich wollte mal ein anderes Wort benutzen) ihres Sangeskollegen Torquil Campbell. Dessen Mutter spricht übrigens das Gedicht am Anfang der Platte (direkt im Anschluss an das Intro – so was gab’s, nebenbei bemerkt, auch länger nicht auf einer “Indiepop”-Platte, oder?), nachdem auf dem 2005er Album “Set Yourself On Fire” noch wiederum deren Göttergatte und somit Torquils Vater zu Wort kam. Manchmal ein wenig arg harmlos und glattgeschliffen, gelingt es den Stars aber mit bildschönen Liedern wie “My Favourite Book” oder “The Night Starts Here” sicher wieder, die Pop-Ästheten unter uns für sich zu gewinnen. Zurecht!

Text: Ralph Schlegel

VÖ: 21. September 2007

Label: City Slang (Universal)

Trackliste:
01.: The Beginning After the End
02.: The Night Starts Here
03.: Take Me To The Riot
04.: My Favourite Book
05.: Midnight Coward
06.: The Ghost Of Genova Heights
07.: Personal
08.: Barricade
09.: Window Bird
10.: Bitches In Tokyo
11.: Life2: The Unhappy Ending
12.: Today Will Be Better, I Swear
13.: In OuráBedroom After The War