Die elektronischen Vintage Keyboard Klänge dudeln dahin, getragen von einer weiblichen Stimme, die abwechselnd englisch und französisch singt. Man vernimmt einen alternativen Rocksound mit feinen instrumentalen Parts und Popmelodien. So oder so ähnlich kann man die Musikrichtung der britischen Band Stereolab beschreiben. Ihre musikalischen Wurzel liegen im sogenannten Krautrock der 70er Jahre, zu dem Bands wie Neu! und Kraftwerk zählen. Stereolab verbindet diesen deutschen Einfluss mit Lounge, 60er Jahre Pop und experimenteller Musik. Wobei vor allem die elektronischen Instrumente auffallen. Die Kombo wird oft als Wegbereiter für das Genre Post-Rock deklariert.

Die Gründungsmitglieder Tim Gane und die Französin Laetitia Sadier sind seit 1990 fester Bestandteil der Gruppe, die schon unzählige Wechsel im Line-up vorweisen kann. Beheimatet in London wurde eine erste 10“Vinyl EP mit Titel „Super 45“ fertig gestellt und vom eigens gegründeten Label „Duophonic“, mit dem sie auch immer wieder gerne selbst Special Edition Platten entwerfen, veröffentlicht. Der erste Longplayer „Peng!“ erschien 1992 und es folgten ihm ein dutzend weitere Alben der Band. Nach acht vollen Jahren meldeten sich Stereolab erneut mit ihrem aktuellen Album „Chemical Chords“. Der Charme ihrer Musik hat an nichts verloren und die Texte sind wie gewohnt mit gesellschaftpolitischen Messages gespickt. Zwischen soziale Kommentare mischen sich jedoch auch immer wieder „affairs of the heart“.
Ansprechend für Jedermann.

Stereolab sind:
Tim Gane – Gitarre/Keyboard
Laetitia Sadier – Gesang/Keyboard/Gitarre
Dominic Jeffery – Gitarre/Keyboard
Simon Johns – Bass
Andrew Ramsay – Schlagzeug

Steffi Hönig