Der aus Detroit stammende Sänger und Songschreiber Sufjan Stevens hat eine Vision. Der mittlerweile Wahl New Yorker hat es sich das aberwitzige Zeil gesteckt, über jeden Bundestaat der USA ein Konzeptalbum zu schreiben.

Hatte er noch mit „A Sun Came“(2000) und dem experimentellen „Enjoy Your Rabbit“ (2001) wenig beachtete Indie-Alben vorgelegt, widmete er sich fortan seiner großen Vision. Das erste Album aus diesem Zyklus ist über seinen Heimatstaat „Michigan“(2003). Ein knappes Jahr später kam er leicht von seinem Kurs ab und veröffentlichte mit „Seven Swans“(2004) ein reines Folk- Album. Das Nächste Konzeptalbum „Illinois“(2005) folgte kurz darauf. Mit diesem Werk gelang ihm der Durchbruch in den USA und es kletterte gar bis auf Platz 4 der US Independantcharts. Die Outtakes-Sammlung „The Avalanche“ wurde dann 1999 veröffentlicht. Sein bis dato letztes Album lieferte das tiereligiöse, musikalische Multitalent dann mit „Songs for Christmas“(2006). Nach Sufjans eigener Einschätzung dürfte seine große Vision jedoch ein „lachhaftes Vorhaben“ bleiben.

Robert Schwabe