Die Geschichte ist für diese Band ein großer Schatz. Sie schmücken sich mit jedem gefunden und funkelnden Goldstück.

Name: The Aim Of Design Is To Define Space
Herkunft: Brandenburg/Berlin Hellersdorf
Mitglieder: fünf
Seilschaft: Kurt Ebelhäuser von Blackmail produzierte das Album
Besondere Kennzeichen: Zitieren im großen Stile

The Aim Of Design Is To Define Space machen gar kein Geheimnis daraus: Sie zitieren in ihren Songs und ihrer Außendarstellung schamlos. Auf einem Foto zum letzten Album, sieht man den nackten Hinterkörper einer Frau, die vor der Band steht. Auch Depeche Mode haben sich einmal so ablichten lassen. Zufällig ausgewählt war dieses Motiv natürlich nicht. Schließlich sind The Aim Of Design große Fans der englischen Band. Das spiegelt sich auch in der Musik wieder, die zwischen Synthie Pop und progressivem Rock pendelt. Ein Potpourri aus Einflüssen und eben Zitaten.

Ihr aktuelles Album „Aimthusiasm“ spielt mit mehreren cineastischen Referenzen. So rundet zum Beispiel das Eingangsstück „Mein See hat viele Ufer“ die Platte auch am Ende ab. Dann aber in der Charles Heston Version, also rau und aufbrausend, so wie der Schauspieler Heston in der Ben Hur Verfilmung von 1959. The Aim Of Design bedienen sich elegant ihrer Umgebung und Eindrücken, und schaffen daraus wieder ein eigenes Kunstwerk.

Trotz oder gerade wegen dieser Herangehensweise sind The Aim Of Design Is To Define Space so besonders in ihrer Musik. Sie lassen sich schwer in eine Schublade packen und haben dies auch nie beabsichtigt. Dennoch, das neue Album klingt reifer als der Vorgänger.

Wir sind gespannt, wie sich der Säugling weiter entwickelt.