Was als Soloprojekt im Schlafzimmer von Sänger und Gitarrist Peter Silberman begann, entwickelte sich innerhalb von drei Jahren zu einer beachtlichen Indie-Band mit Kammerpop-Charakter. Eine Trennung verarbeitend, zog der 20-jährige Silberman nach New York und bekämpfte dort seine Depression mit zwei Alben, die er im Alleingang schrieb, einspielte und produzierte. Während seine erste LP „Uprooted“ (2006) mit düsteren Lo-Fi-Folk-Nummern aufwartet, besteht das 2007er „In The Attic Of The Universe“ aus einem Song, der sich über das gesamte Album zieht.

Dass das Ende von zwischenmenschlichen Beziehungen weiterhin präsent im Schaffen von Silberman bleibt, davon zeugt auch der dritte Langspieler „Hospice“. Glaubt man der Legendenbildung, so zog sich der Songwriter 2007 für mehr als zwei Jahre in seine Brooklyner Wohnung zurück und durchlebte eine Phase der Selbstfindung, an dessen Ende ein Konzeptalbum anrührenden Ausmaßes stand. Inspiriert durch die Erzählungen des Schriftstellers Raymond Cavers, erzählt Silberman auf „Hospice“ eine Geschichte über eine todkranke Frau, ihrem Leiden und dem hilflosen Partner, der ihr in den letzten Wochen beiseite steht. Michael Lerner (Schlagzeug) und Darby Sicci (Keyboards) kamen für die Aufnahmen hinzu und durchbrachen nicht nur Silverman’s Eskapsismus – gemeinsam erschafften die drei Künstler einen bedrückenden Mix aus Shoegaze, Folk und Indie-Rock. The Antlers bieten eine melancholische Alternative zu Bon Iver an, spielen mitunter so vielschichtig wie Arcade Fire und Silbermann’s Falsettstimme trägt eindeutig Nick Drake’sche Züge. Die internationale Kritik honorierte ihr drittes Album durchweg positiv.

Im Frühjahr 2009 unterschreibt die dreiköpfige Formation beim New Yorker Label FrenchKiss und geben das bereits ausverkaufte Hospice erneut heraus. Im Frühjahr 2011 soll ihr insgesamt viertes Album „Burst Apart“ erscheinen.