Aus England naht die Überraschung der kommenden Saison und am 18. März waren The Futureheads schon live im MotorClub zu erleben. Sie nennen sich THE FUTUREHEADS und klingen zunächst zu durchgeknallt und ungebändigt, um irgendwo verlässlich eingeordnet zu werden. Da wirken die in Presse und Medien gern herangezogenen Vergleiche mit XTC, Devo und Gang Of Four schon etwas verlegen, aber durchaus stimmig.

THE FUTUREHEADS gehören zu einer Generation von Bands, die die vergangenen Jahre des Quiet is the new loud und des Garagen-Revivals erstmal hinter sich gelassen hat und nun zu neuen Ufern hinaufstürmt.
Die liegen freilich irgendwo zwischen freigelegten Post-Punk-/New Wave-Wurzeln, einem ausgeprägten Dreh für Melodie und der Hektik des digitalen Zeitalters: mündend in kraftvolle, mehrstimmige Vokalsätze, krachende Beats und splitternde Gitarren.
Sucht man einen Topf, in dem man THE FUTUREHEADS zur Zeit finden könnte stößt man sehr schnell auf The Bloc Party und Franz Ferdinand, zumal gerade mit letzteren die FUTUREHEADS im vergangenen Herbst auf US-Tournee waren.
Das war kurz nach der Veröffentlichung ihres Debüt-Albums The Futureheads, das – wer wundert sich? – von Gang Of Four-Gitarrist Andy Gill produziert wurde.

Die erste Single, die THE FUTUREHEADS für die Landung in Deutschland bereithalten, ist eine Coverversion. Und was für eine. Kaum wiederzuerkennen ist der Kate Bush-Song Hounds Of Love, ursprünglich aus Bushs gleichnamigem Super-Seller aus dem Jahre 1985, in der FUTUREHEADS-Version eine kleines und superfeines Stück gefühlvoller Punkrock. Sofort klar wird, dass ein FUTUREHEAD-Mitglied Spaß am Singen haben muss, denn die mehrstimmigen Gesangssätze gehören zum originellen Wiedererkennungszeichen der Band. Und es ist zudem etwas, was sie verdammt gut können. Überdies ist der Song, der in UK schon auf Platz 8 in die Charts einstieg, ein hervorragender Heißmacher auf das Album. Denn dort muss man schon zweimal hinhören, um sicher zu sein, dass sie ihn nicht selbst geschrieben haben.

Barry Hyde (voc., git), Jaff (voc, b) und Pete Brewis (voc, dr) gründeten die FUTUREHEADS als Teil eines Jugendprojektes, das die Kids von der Straße holen sollte, in Sunderland, England. Ursprünglich Tutoren des Projektes, holten Barry und Pete den Songwriter und Sänger Ross Millard in die Band, und als Pete ausstieg, übernahm Barrys kleiner Bruder Dave den Job des Drummers. Im Sommer 2000 gingen die FUTUREHEADS zum ersten Mal auf die Bühne und erspielten sich rasend schnell den Ruf der Originalität in der Region. 2002 erschien die erste Single, 2003 folgten zwei Nachfolger und bereits Mitte 2004 erschien das erste Album The Futureheads.

Im letzten Herbst ging es dann mit Franz Ferdinand auf Nordamerika-Tour, was unter anderem dazu führte, dass die FUTUREHEADS den Song Decent Days And Nights auf der vierten Folge der kultigen Soundtracks zur Serie The O.C. platzieren konnte, die unter dem Titel O.C. California seit einigen Wochen auch auf PRO 7 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wird.

Im Februar 2006 haben sie die Aufnahmen zu ihrem zweiten Album abgeschlossen. Am Freitag, den 26.05.06 erscheint das neue Futureheads Album ‘News and Tributes’. Den Nachfolger ihres selbstbetitelten Debüts nahmen sie übrigens in einer Farm in Scarborough in England auf. Auch im Clip zur ersten Single ‘Skip To The End’ geht es ‘ländlich’ zu.

>>Skip To The End – Video ansehen

www.the-futureheads.de