Ausgerechnet als Support für Wolfmother sind die beiden Australier Kim Moyes und Julain Hamilton einem größeren Publikum aufgefallen. Nur ob sie dort unbedingt richtig waren bei ihrem clashigen Rave-affektierten Sound irgendwo zwischen The Rapture und Klaxons bleibt fraglich. Und die augenscheinlichen Widersprüche hören nicht auf: als ehemalige Studenten des Sydney Conservatorium of Music sind beide klassisch ausgebildet, überleben aber musikalisch doch mühelos in der oft so niveaulosen „Rock vs. Dance“-Nische. Wobei die Betonung hier auf Dance liegt. Manchmal  poserhaft à la MSTRKRFT, manchmal leicht und verträumt wie ihre Myspace-Freunde The Avalanches reiten sie die Elektro-Welle doch weitreichender als vergleichbare Acts, dank ihres offensichtlich großen musikalischen Horizonts.
Allerdings steckt auch darin immer eine Gefahr: Ihr Erstling „Beams“ ist so abwechslungsreich und unberechenbar, dass man beim Versuch sie einzuordnen ordentlich ins Schwitzen kommt – was ja natürlich kein Fehler ist – aber, ob man sie nach Hören des Albums wirklich besser kennt bzw. sie sich beliebig in jedes Melt! Festival einfügen lassen, das sei dahingestellt.

Mauricio Quinones