Gegen Weiterentwicklung nicht resistent gehen die Leipziger mit einer neuen EP an den Start – Grund genug für motor.de einmal persönlich nachzufragen.

Die Leipziger Techno-Rocker The Sonic Boom Foundation veröffentlichen am 24.07. ihr neueste Werk „Resistant To Change“. Auf dieser EP ist der Titel jedoch nicht Programm, denn sie zeigt die Band von ihrer(n) neuen Seite(n). motor.de traf Sänger Frank, der neben der aktuellen Veröffentlichung über die Anfänge der Sonic Boom Foundation sprach.

motor.de: Nach eurer Gründung 2006 hat es eine Zeit gedauert, bis ihr das Debütalbum „ The Sonic Boom Foundation“ fertig hattet…

Frank:
Das stimmt so nicht ganz. Als wir uns 2006 gründeten, hatten wir drei Monate später schon unser erstes Konzert, mit eigenen Songs, die wir in Eigenregie aufgenommen haben und auf das erste Album „Create Yourself“ gepackt haben. „The Sonic Boom Foundation“ von 2008 ist unser erstes Album auf dem Label Velocity Sounds Rec. und deswegen als offizielles Debüt bekannt.

motor.de:
Warst du zufrieden mit dem Labeldebüt?

Frank:
Natürlich. Unsere Fans waren begeistert. Das Feedback war durchweg positiv. Wir verkaufen zwar keine Platten – ich meine, wer verkauft heute noch Platten, außer Madonna und Robbie Williams? Wir promoten uns selber und erzielen dadurch zwar keinen großen finanziellen Erfolg, aber Popularität. Die Arctic Monkeys haben das mit der Eigenwerbung ja vorgemacht, durch MySpace zum Beispiel. Außerdem haben wir bei einigen Wettbewerben mitgemacht, wie beispielsweise beim F6 Music Award, den wir auch gewonnen und Geld bekommen haben. Der Gewinn war natürlich nicht in Bar sondern zweckgebunden – so konnten wir aber unser eigenes Studio ausbauen, Equipment kaufen und neue Tracks zu produzieren.

motor.de: Zum Thema “neue Tracks” – wie sieht es mit eurer musikalischen Entwicklung aus – hast du Angst vor einem Stillstand?

Frank:
Niemals! Das wird nie passieren, alleine schon durch meine Mitmusikanten.

motor.de: Also wird die Kreativität auch künftig weitere Früchte tragen?

Frank:
Die ist grenzenlos!

motor.de:
Welchem Musikgenre würdest du euch zuordnen?

Frank:
Ich sage immer, wir machen Techno, aber mit Gesang. Da spielt auch ein Bass live und Schlagzeug – das sorgt natürlich erst mal für Verwirrung. Ich würde es als Rock-Techno beschreiben. Indietronic nennt man das, glaube ich, heutzutage.

motor.de:
Polarkreis 18 werden aber auch dem Bereich Indietronic zugeordnet…

Frank:
Echt? Na dann machen wir das doch nicht. Einfach nur Techno.

motor.de: Um auf eure neue EP zu sprechen zu kommen – stellt „Resistant To Change“ eine Abweichung zu eurem vorherigen Album dar?

Frank:
Die ist völlig anders als alles, was wir bisher gemacht haben. Der erste Song „Resistant To Change“ hört sich für mich wie Punk im Jahre 2009 an. Völlig verrückt, völlig nach vorne. So muss es geklungen haben, als die Pistols ihre erste Platte in den 70ern aufgenommen haben, nur elektronischer. Das zweite ist eine Gitarrenbalade im Social Distortion- Oasis-Style mit lauten Gitarren. Das dritte „Alien To Me“ ist das absolute Highlight der EP, meiner Ansicht nach. Und zum Schluss kommt noch ein neun Minuten langer Dubstep. Diese Vielfältigkeit der Tracks wird vor allem im ersten Song behandelt, in dem es heißt: Are you resistant to change? – Also gegen Veränderung. Fakt ist; wir sind es nicht.

Interview: Franziska Finkenstein

Wer sich live vom neuen Sound der Sonic Boom Foundation-Tracks überzeugen will, kann das auf der EP-Release Party am 25.07. im Absturz in Leipzig tun. motor.de verlost 2×2 Karten für die Release Party! Einfach eine Mail an verlosung@motor.de schicken und mit etwas Glück diesen Samstag auf der Gästeliste stehen. Als zweiter Preis finden sich auch noch drei Exemplare des selbstbetitelten Albums in der Tombola.

The Sonic Boom Foundation EP – Resistant To Change

VÖ: 24.07.2009

Label: Velocitiy Sounds Rec.

Tracklist:
01. Resistant To Change
02. On The Hook
03. Alien To Me
04. Ignorance Is Bliss