Sechs lange Jahre probieren sie sich als Feierabend-Band. Im siebten Jahr kündigen sie ihre Jobs, setzen alles auf eine Karte – und gewinnen. Als die BBC im „Sound Poll 2007“ nach der heißesten neuen Musik im Königreich fragt, wählen die Briten sie auf Platz 2:

Name: The Twang
Herkunft: Birmingham
Aktuelles Album: „Love It When It Feels Like This“
Musikstil: Baggy Brit-Pop
Seilschaft: Die Editors sind ihre Freunde und Förderer; auch mit Kasabian, The View und The Enemy verstehen sie sich blendend.
Besondere Kennzeichen: Der Luxus von zwei Sängern

The Twang – nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen deutschen Country-Band – beziehen ihre Einflüsse aus der Frühphase des Brit-Pop. Sänger Phil Etheridge nennt drei Verdächtige:

Dem ehemaligen Sportlehrer wird irgendwann klar: Wenn aus der Gruppe was werden soll, müssen alle ihre Jobs hinschmeißen. Die Diskussionen darüber darf man sich ruppig vorstellen.

Inhaltlich pflegen The Twang den Realismus der einfach gestrickten Leute, die sie selbst sind. Keiner hält sich für etwas Besseres.

Stetiges Fluchen gehört zu ihrer Sprache wie der Kater zum Saufen. Der Warnhinweis „Parental Advisory – explicit content“, ohne den keine gute HipHop-Platte auskommt, klebt auch auf dem Twang-Album. Phil Etheridge wiegelt ab: Die Leute, die das stört, fluchen doch noch viel mehr!

Auf der Bühne geben sich The Twang wie Kerle aus dem Pub. Vor allem der zweite Sänger, Martin Saunders, torkelt wie angetrunken herum und schmachtet „Uuhuu, aahaa“-Chöre in die Tiefe des Raums.

Kaum eine Band in England gibt ein derart unverstelltes Bild von sich ab – und hat soviel Spaß dabei.