“…und die Heartbreakers”, wird der ein oder andere beim Aussprechen des Namens Tom Petty ergänzend hinzufügen. Zu Recht, denn diese Band begleitete den Sänger und Gitarristen in den Zeiten seines Durchbruchs und lange darüber hinaus.

Am 20. Oktober 1950 in Gainesville, Florida, als Thomas Earl Petty geboren, mausert sich der junge Mann in seinen späten Teenager-Jahren zum Musiker. Begeistert vom Classic Rock, spielt Petty in einer eigenen Band mit dem Namen The Sundowners. Die Landstreicher ändern jedoch alsbald ihren Namen in The Epics und schließlich in Mudcrutch. Petty und seine Meute versuchen ihr Künstler-Glück in Los Angeles. Nach einem Debüt-Debakel mit der Single-Auskopplung von “Depot Street” löst sich die Gruppe jedoch 1974 auf.

Stan Lynch und Ron Blair kommen direkt aus Pettys Geburtsstadt ans Schlagzeug bzw. an den Bass in LA, worüber sich der Tom nur freuen kann, der mit den Ex-Mudcrutchs Benmont Tench an den Keys und Mike Campbell am Sechssaiter eine neue Band komplettieren kann. Tom Petty & The Heartbreakers sind endlich da. 1975 gegründet, können sie bereits ein Jahr später ihr erstes, selbstbetiteltes Album auf “Shelter Records” einspielen. Ein Flop in den USA! On Top in den UK-Charts! Es folgt eine Tour in englischen Gefilden, die nicht minder gut ankommt.

Nach “You’re Gonna Get It!” (1978) folgt 1979 die Chart-Explosion “Damn the Torpedoes”. Selbst in der zunächst widerspenstigen Heimat darf die Scheibe auf Position 2 klettern. In den Jahren darauf hat die Band mit mehreren Besetzungs-Wechseln zu kämpfen. 1987 gehen die Herren Heartbeaker und Petty zusammen mit Bob Dylan und The Grateful Dead auf Tour. Diese Tatsache sollte genügen, um die Resonanz ihres klassischen Rocks gebührend darzustellen.

Petty entschließt sich dazu, nicht mehr nur bei den Heartbreakers aktiv zu sein, sondern sich auf andere Wegen zu begeben: 1988 gründet er mit Roy Orbison, Jeff Lynne, Bob Dylan und George Harrison die Supergroup The Traveling Wilburys, die in den zwei Jahren ihres Bestehens die Platten “Traveling Wilburys Vol. 1” und “(…)Vol. 3” herausbringt. Die Fragwürdigkeit der zahlenmäßigen Ordnung dieser Veröffentlichungen soll nicht weiter erläutert werden. “Full Moon Fever” (1989) und “Wildflowers” (1994) entstehen allein unter der Hand von Petty, und gelten deshalb als die ersten Zeugnisse seiner Soloarbeit, welche übrigens unglaubliche Erfolge feiern können.

Mittlerweile kennt und musiziert man mit Ringo Starr, (viel früher schon) mit Lynyrd Skynyrd und natürlich mit Johnny Cash, der sich Teile der Heartbreakers, mit denen Petty dann doch wieder zusammenarbeitet, ab und zu ausleiht.

Wie erwähnt, befindet sich Tom Petty wieder vermehrt mit seiner alten Band auf der Bühne und im Aufnahme-Studio. 1991 bringen sie zusammen das Album “Into the Great Wide Open” heraus, auf das weitere folgen. Die letzte Platte mit den Heartbreakers wird “The Last DJ” im Jahre 2002. Offiziell aufgelöst sind sie aber bis dato nicht.

Im Alleingang veröffentlicht Petty 2006 “Highway Companion”. Ein Werk, welches abermals mit einer hohen Tabellen-Platzierung protzen kann.

Anton Windirsch