Annika Line Trost wurde am 21.5.1977 in Berlin geboren und wuchs in Spandau auf einem Fischereigrundstück auf.

Sie erlebte ihren ersten Liebeskummer mit zwei Jahren, als sie Kralle Krawinkel, den Gitarristen der Kultband Trio im Fernsehen sah. Nicht allzu viele Jahre später begann sie Punkrock zu hören und Schlagzeug zu lernen.

Sie übte zwischen grünen Hecken Hullahupp, atmete gute Luft und sah den Schiffen nach, bis sie mit 10 Jahren den Punk Rock entdeckte, die Klavierstunden aufgab und Schlagzeug zu lernen begann. Als sie 13 war, spielte sie in bereits mehreren Sixties Garage Bands.

Mit Zwanzig tauschte sie ihr Schlagzeug gegen einen Sampler ein und ging mit Shizuo (Digital Hardcore) zum ersten Mal auf Welttournee. Viele weitere Konzerte mit „Shizuo“ und „Atari Teenage Riot“ in Europa und den Vereinigten Staaten schlossen sich an. 1998 gründete sie mit Gina V. DoriO ihre eigene Band „Cobra Killer“.

„Cobra Killer“ fanden schnell internationale Beachtung und spielen etwa hundert Konzerte im Jahr weltweit. Als virtuose Grenzgängerinnen des Electronic Punk haben „Cobra Killer“ ihren eigenen Musikstil geprägt, ohne aufzuhören, sich immer wieder neu und radikal zu entwerfen. Ihre exzessive Live-Show begeistert und inspiriert Publikum, Kritiker und internationale Kollegen gleichermaßen:

“We played a couple shows these last few nights in Germany with a band called Cobra Killer that completely knocked us out … It’s two girls & a sampler, and it was just phenomenal, like two of the most inspiring shows on a lot of different levels. I really loved it.”
(Thursten Moore, Sonic Youth)

Neben den „Cobra Killer“-Alben veröffentlichte Trost 2002 ihr erstes Solo-Album das auf Fm451/Valve unter dem nahe liegenden Titel „Trost“ und damit die erfolgreiche Indie-Hitsingle „Tattoo your name on my ass“.

Nun ist Annika Line Trost mit ihrem zweiten Solo-Album „Trust me“ angetreten, um uns in ihre Welt zu entführen, in der Geborgenheit nie mehr als ein Augenblick sein kann, die Farbe der Unschuld dunkelblau ist und Eleganz von Brian Ferry für immer definiert wurde. Ähnlich dem flüchtigen Bild eines David Lynch-Films, begleitet von der manischen Verzweiflung einer Francoise Hardy, entwickeln Trosts Songs auf diesem Album eine durchaus leichtfüßige, aber unwiderstehliche Sogkraft. Sie erzählt uns beiläufig und dreisprachig von der großen Liebe wie der großen Kälte und man kann sich der Erkenntnis nicht länger widersetzen, dass sich beide im Extrem berühren. Es gibt in diesen Liedern trotz aller musikalischer Modernität, trotz der urbanen Rhythmen, Momente von Geborgenheit, denen man sich anheim geben darf, solange man nicht glaubt, dass uns sie uns vor den Ungeheuern der Dunkelheit retten könnten. Doch wer möchte gerettet werden, wenn man dieser Stimme dahin folgen darf, wo eben diese Monstren lauern.

„Trust me“ hat Trost in Australien und Berlin mit den Musikern Tom Carlyion (The Devastations), Conrad Standish (The Devastations) und in Berlin mit F.J. Krüger (Ideal), Thomas Wydler (Nick Cave and the bad seeds), Jan Schade und Adam-Eve eingespielt.

Die in Australien fertig gestellten Stücke wurden von Annika Line Trost produziert. Die in Berlin fertig gestellten Stücke wurden von Annika Line Trost und Adam-Eve produziert.

VERÖFFENTLICHUNGEN:
Album „Trust me“ 21.04.2006
Single „Guy le Superhero“ 07.04.2006

DISCOGRAFIE:
1997 Shizuo, New Kick (Digital Hardcore Recordings)
1998 Cobra Killer (Digital Hardcore Recordings)
1999 Cobra Killer, Six Secs (7“, Digital Hardcore Recordings)
2002 Cobra Killer, The third Armpit (Valve Records, Australien / NZ)
2002 Cobra Killer, Heavy Rotation (10“, Monika)
2003 Trost, Trost (Valve Records, Australien / NZ)
2003 Trost, I see cathedrales (Swamp Room)
2004 Trost, Trost (FM451)
2004 Cobra Killer, 76/77 (Monika)
2005 Cobra Killer und Kapajkos, Das Mandolinenorchester (Monika)
2006 Trost, Trust me (Fourmusic)
2006 Trost, Guy le Superhero (Fourmusic)

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