Der Name dieses Musikers klingt stark nach Deutschland. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Wer auf Konzerten von Olli Schulz & Der Hund Marie” beispielsweise liest:“ Support: Schreifels“, der denkt erst an Gothic, Screamo, Metal oder Hardcore, wird dann aber eines besseren belehrt, wenn der kleiner Amerikaner die Bühne betritt.

Bewaffnet mit seiner Gitarre musiziert der am 10. März 1969 in New York geborene Wahl-Berliner schon eine ganze Weile. Und die „Schreifels-Assoziationen“ bewahrheiten sich sogar: In den späten Achtzigern spielt er in den NY Hardcore-Bands Youth of Today und Gorilla Biscuits. Nach dem Split von Gorilla Biscuits gründet er Moondog. Die formieren sich jedoch auch bald um zur stärker Metal-orientierten Post-Hardcore-Band Quicksand und erst im Nachgang erscheint im Oktober 2006 das erste Moondog-Album auf Anthology Recordings. Danach landet Schreifels dann dort, wo her heute ist: Im Indie-Rock. Dies geschieht mit der melodischen Rockband Rival Schools. Mit Walking Concert fährt er die Indie-Schiene weiter und spielt vor allem Songs, die sich an britischen Acts wie den Kinks oder den Smiths orientieren.

Als Produzent betreut er unter anderem Hot Water Music und The First Step. Wenn er nicht damit beschäftigt ist, dann ist er alleine unterwegs, mitsamt Gitarre und schönen Songs. Live unterstützen ihn dabei oftmals auch Max Martin Schröder (Der Hund Marie; Tomte; Hansen Band) und Dennis Becker (Tomte; Marr; Le Gabel).
Auf dem selbstbetitelten 2008er Album Egotronics ist Schreifels Background-Sänger beim Lied “Kotzen”.
Sein erstes Solo-Album “Open Letters To The Scene” erscheint im Frühjahr 2010. Darauf befinden sich neben den eigenen Songs auch zwei Cover-Versionen: “”Society Sucker” von Agnostic Front und “Don’t Got To Prove It” von CIV.