„Treddin’ On Thin Ice“ war 2004 das aufsehenerregende Debüt-Album des englischen Rappers, der mit seinem frühen Labelkollegen Dizzee Rascal zu den wichtigsten Protagonisten des vor allem in London beheimateten Grime zählt. Bis dahin hatte der 1979 geborene Richard Kylea Cowle allerdings schon etliche Erfahrungen als Rapper und Produzent gesammelt, die er vor allem im üppig sprießenden Umfeld der Londoner Pirate Radios präsentieren konnte und die ihm seinen ersten Plattenvertrag mit dem renommierten Label XL Recordings einbrachten.

Schon bald galt Wiley als einer der intelligentesten Artists des Genres, der mühelos den Spagat zwischen Kritiker-Lob und Fanbase-Verehrung schaffte. Trotzdem blieb der Erfolg der Nachfolgealben hinter den hochgespannten Erwartungen. Erst 2008, mit der Single „Wearing My Rolex“ und dem Album „See Clear Now“, kehrte der Erfolg zurück – größer als zuvor. Die auch musikalische Neuorientierung auf Mainstream-tauglichere Klänge brachte ihm allerdings auch schnell den Vorwurf des Ausverkaufs ein. Nach Ärger mit dem neuen Label Asylum und dem drastischen Abklingen der Grime-Begeisterung wurde es ruhiger um den immer noch ungebrochen regen „Godfather Of Grime“, der 2011 zwei Alben – unter anderem das als Comeback gehandelte „100% Publishing“ – veröffentlichte und sein neuntes Album schon für 2012 angekündigt hat.