Der Yeti, das Bergmonster, das Reinhold Messner angeblich auf Sauerstoff-Entzug gesehen haben will, fördert anscheinend die Kreativität englischer Künstler. Denn als die Libertines größtenteils nur noch in den Erinnerungen der Fans existieren, geht Bassist John Hassell nicht etwa in den Ruhestand, sondern therapiert sich selbst mit seiner neuen Band. Mark Underwood (auch bekannt als Harmony Williams) ist zu Libertines-Zeiten der Mitbewohner von Carl Barat und so lernen sich die beiden Männer kennen und musikalisch mögen. Brendan Kersey, Andrew Deian und Drummer Graham Blacow später, gruppiert sich Yeti 2004. Die Jungs lassen es eher ruhig angehen, weiß man doch noch aus der Vergangenheit, wie schnell sich der Erfolg und die Medienhype-Maschinerie negativ auf ein Bandgefüge auswirken können. Man betourt kleine, englische Pubs um erst im März 2005 mit „Never Lose Your Sense Of Wonder“ eine erste Single zu veröffentlichen. Es folgt „Keep Pushin` On“ via MoshiMoshi Records im August desselben Jahres und im Dezember steht man auch schon als Opener für die Foo Fighters und Oasis auf der Bühne. 2007 verlässt Brandan Kersey Yeti, noch bevor im August des Jahres die erste LP „Yume!“, als Sammlung der bisherigen Singles, erscheint. Hassell, der davor überwiegend am Gesang tätig war, nimmt sich wieder seines Basses an. Im Juni 2008 soll schließlich das erste offizielle Debütalbum „The Legend Of Yeti Gonzales“ veröffentlicht werden. Yeti versuchen sich an gitarrenlastigem 60`s- und 70`s-Sound, der gern zwischen Pop, Psychedelic-Rock und Indie taumeln darf.

Yeti sind:
Mark Underwood – Gitarre, Gesang
John Hassall – Bass, Gesang
Andrew Deian – Gitarre, Gesang
Graham Blacow – Drums

Vivien Mierzkalla