Samstag und es ist scheiße heiß. Aber auf Musik kann man an einem Wochenende in Berlin nicht verzichten, und an diesem Juni-Tag gibt es davon viel und viel Gutes. Überall auf euren sozialen Netzwerken präsent: Das Torstraßenfestival. Auch Leute, die länger schon in Berlin wohnen, wissen nicht: Torstraßenfestival ist kein Straßenfest. Da wird nichts abgesperrt. Übern Zaun klettern ist also nicht. Aber sowieso egal weil das Line-Up so gut ist, dass ihr unbedingt hin wollen werdet.

Hier eine höchst subjektive, aber gute Auswahl an Konzerten die ihr nahtlos anschauen könnt – inklusive geschätzte Laufminuten die ihr einkalkulieren müsst. Insgesamt 47 Minuten in 8 Stunden spazieren, das sind so ca. 70 verbrannte Kalorien, das ist ungefähr ein Bier!

15 Uhr Jack Chosef (Gaststätte Prassnik):   Chillwave.

Laufen: 10 Minuten

16 Uhr Isolation Berlin (Bassy Club): Junge Boys irgendwo zwischen Sturm und Drang und Tocotronic

Laufen: 5 Minuten

17 Uhr Image Ctrl (Platoon Kunsthalle): Mit der von Noisey kuratierten Stage kann man nichts falsch machen. Koole elektronische Beats mit Rap.

Laufen: 10 Minuten

18 Uhr Human Abfall (Acud): Geil. (LINK: https://motor.de/human-abfall-ein-wahrer-demokratieversuch-mit-fleischmarionetten/)

Laufen: 5 Minuten

19 Uhr James K (Sankt Oberholz): Art-Pop aus New York, dreamy, Grimes-y, Frauenstimme.

Laufen: 5 Minuten

20 Uhr Klaus Johann Grobe (Kaffee Burger): Wasser im Mund! Tanzflächenmusik mit Nostalgie, aber in Perfektion. NDW auf modern.

Laufen: 1 Minute

21 Uhr Torn Hawk (Platoon Kunsthalle): Torn Hawk hat nicht nur die verrücktesten Videos, sondern auch die interessantesten Sounds. Wer chillen will geht zu Biblo im Stadtpalast.

Laufen: 1 Minute

22 Uhr Thieves Like Us (Kaffee Burger): Elektro-Pop, ebenso zum Tanzen. Jetzt werden es mehr Bier, aber tanz einfach mehr, dann musst du nicht so viel laufen!

Laufen: 10 Minuten

23 Uhr Lotic (Acud):  Ich schreibe jetzt hier Lotic, weil ich irgendwie auf diesen creepy Elektro stehe. So wie auf American Horror Story. Ansonsten könnt ihr bei den Hipstern (oder Yuccies) in der Platoon Kunsthalle und Teengirl Fantasy abhängen.

Den ganzen Schedule gibt es hier: http://www.torstrassenfestival.de/tsf15-schedule/

Tickets: http://www.torstrassenfestival.de/tickets/

Wer keine Lust auf Venue-Hopping oder urbanes Festivalfeeling hat, dem stellen wir hiermit kurz und knapp vor was sonst noch so geht. Dort könnt ihr dann mit Moscow Mule oder Gin Tonic verweilen und euch freuen, dass ihr genug Zeit habt, die Pfandmarke abzugeben.

20 Uhr Mile Me Deaf (Schokoladen): Im Schokoladen ist eine kleine Siluh Records Party. Mile Me Deaf (lo-fi noise-pop indie du weißt!) spielen, Support ist Vague, weichgespülter Pop aus Wien. Robert Stadlober würde hingehen.

22 Uhr Odd Couple: Album Release Party (Magnet Club): Zwei Typis die auch auf American Apparel-Werbung passen und verdammt gute und laute Musik machen. Black Keys, nur fuzzier. Support: Psychedelic Shoegaze von Voodoo Beach.

23 Uhr What Difference Does It Make? (Antje Öklesund): Ist jetzt kein Konzert, aber Berlins beste Indie-Party. Wann mach das Antje jetzt eigentlich zu? Bald. Also hin da. Ist an der Samariterstraße.