HipHop mit positiven Vibes und Botschaften sowie einem erhöhten Tanzbarkeitsfaktor ist das Markenzeichen der Black Eyed Peas, obwohl eingangs erwähnte Genrebezeichnung in Anbetrachts der vielschichtigen Einflüsse, die sich auch aus Funk, Soul und Pop speisen, vielleicht gar ein wenig zu kurz greift.

Die Wurzeln der Black Eyed Peas hingegen gehen zurück auf die Highschool-Freundschaft zwischen Will.I.Am und Apl de Ap, die beide der Breakdance-Truppe Tribal Nation angehören. Zusammen verlagert man den Fokus von der Tanzkunst auf die Tonkunst und gründet mit Atban Klann, einem Akronym für A Tribe Beyond A Nation, einen eigenen musikalischen Ableger. NWA-Mitglied Easy E nimmt die Gruppe 1992 auf seinem ‘Ruthless’-Label unter Vertrag, und obwohl ein Album aufgenommen wird, bleibt es unveröffentlicht. Der pazifistische Style der Jungs sowie das Konzept der Live-Band anstelle von Samplern, verträgt sich vermutlich nicht ganz mit der offensiv aggressiven Gangsta-Attitüde, die den HipHop zu dieser Zeit entschieden prägt.

Als Easy E 1995 an Aids verstirbt, ist dies auch das Ende für Atban Klann. Will und Apl tun sich mit Taboo, als dritten MC und Tänzer im Bunde, zusammen und treten von nun als Black Eyed Peas in Erscheinung. Das Multikulturelle-MC-Trio mit afroamerikanischen, philipinischen und nun auch indianischen Wurzeln sorgt innerhalb L.A.s HipHop-Community schnell für Aufsehen, was nicht zuletzt auch an der weiterhin recht ungewöhnlichen Umsetzung ihrer Mikrofon-Skills mit Live-Band sowie Background-Sängerin Kim Hill liegt.

1998 erscheint das Debüt ‘Behind The Front’ und festigt BEPs Ausnahmestellung im HipHop-Bereich. Zwei Jahre später kommt das programmatisch betitelte ‘Bridging The Gap’ heraus, welches mit einer illustren Gästeliste von Marcy Gray über De La Soul bis Wyclef besticht. Gewisse Parallelen zu dessen Fugees waren ja schon seit jeher nicht ganz von der Hand zu weisen.

Dies wird um so deutlicher, als Ex-Wild Orchid Stacy ‘Fergie’ Ferguson dazustößt um Kim Hill als feste Sängerin zu ersetzen. Die vier verschanzen sich für die Aufnahmen am neuen Album für die nächsten zwei Jahre im Studio. Heraus kommt mit ‘Elephunk’ 2003 das bis dato gefälligste und erfolgreichste Werk der BEP, welches diesmal sogar Kollaborationen mit Papa Roach(!) und Justin Timberlake aufweisen kann. ‘Where Is The Love?’, die erste Single, erklimmt in England die vorderste Chartposition und ist auch anderorts ähnlich erfolgreich in Dauerrotation. Gleiches gilt für die Nachfolge-Auskopplung ‘Shut Up’. Nach insgesamt sechs Grammy-Nominierungen und über zwei Millionen verkaufter Exemplare arbeiten die Peas nun an der ‘Monkey Business’ getauften Fortsetzung ihres Katalogs. Mit von der Partie sind diesmal neben James ‘Godfahter of Soul’ Brown auch Surf-Twang-Gitarrenlegende Dick Dale, während die angekündigte Zusammenarbeit mit The Darkness-Sänger Justin Hawkins aus terminlichen Gründen bis auf Weiteres verschoben wurde.

Dabei wird es aber bestimmt nicht bleiben.