Black Lips: Die lustigen Psychedeliker aus Atlanta! Ihr handgemachter „Flower Punk“ , wie die Gruppe ihr Erzeugnis selbst betitelt, gedeiht zunächst im Untergrund. Blues- und Garage-Rock sind aber vielleicht die sachlicheren Bezeichnungen. Punk darf jedoch tatsächlich nicht fehlen, allein ihrer Attitüde wegen: Miktionen und Vomitationen, um es mal förmlich und fachlich-korrekt auszudrücken, sind für die Band gebräuchliche Bühnenaktivitäten. Lokalverbote deshalb keine Ausnahme. Live-Gigs ziehen die Jungs trotzdem immer noch an Land. Ach was: Mittlerweile veranstalten sie sogar mehrmonatige Tourneen quer durch Amerika.

Im Jahre 2000 bringen Cole Alexander (Gt, Vc), Jared Swilley (Bs, Vc), Ben Eberbaugh (Gt) und Joe Bradley (Dr, Vc) die Black Lips zum Leben. 2002 kommt die erste EP auf ihrem eigenen Label “Die Slaughterhaus” heraus. Die erste LP hingegen darf Ben Eberbaugh aufgrund eines tödlichen Verkehrsunfalls nicht mehr miterleben. An seiner Stelle tritt Jack Hines in die Gruppe ein, die 2003 auf “Bomp! Records” ein mit dem Band-Namen geschmücktes Studioalbum veröffentlicht. Es folgen “We Did Not Know the Forest Spirit Made the Flowers Grow” (2004-Bomp! Records), “Let It Bloom” (2005-In the Red Records), “Los Valientes del Mundo Nuevo” (2007-Vice Records) und schließlich “Good Bad Not Evil” (2007-Vice Records). Gegenwärtig ist man mit Gitarrist Ian St. Pe’ unterwegs, der Hines bereits 2005 ersetzte.

Anton Windirsch