Seine Markenzeichen: Kassenbrille, schlotternde Anzüge und Beine aus Gummi. Sein Name: ELVIS COSTELLO. Bürgerlich Declan Patrick McManus gerufen, wurde er zur Ikone der New Wave und des Postpunk. Sein Songwriting zeigt Einflüsse von Cole Porter über Buddy Holly bis bis hin zu den New York Dolls, und seine Texte brachten die Zwiespältigkeit eines Randy Newman und jene nihilistische Hintergründigkeit mit, die das Lebensgefühl der urbanen Rock’n’Roller der späten Siebziger auf den Punkt brachte.
Im Punkjahr 1977 machte der 1954 in Liverpool geborene Computer-Programmierer zum ersten Mal von sich reden, und seitdem ist er aus der Musikszene nicht mehr wegzudenken. Nahezu jedes Jahr wartet der Mann mit einem neuen Tonträger auf, und auch wenn sein Outfit heute etwas zahmer geworden ist, seine Songs sind nach wie vor scharfe Glanzlichter der intelligenten Popmusik und haben von Film über Theater bis hin zu Ausflügen in Soul- und Gospel Konsistenz und Vielseitigkeit bewiesen.

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