Ein 21-jähriger Jungspund namens Eugene McGuinness macht 2007 in England von sich reden. Wie Rufus Wainwright soll er klingen, und auch ein wenig wie Elliott Smith, so erzählt man sich auf der Strasse. Und wenn schon das Musik-Blatt deines Vertrauens, NME, ganz zurückhaltend “A new Star is born” titelt, dann muss ja was dran sein, an dem jungen Mann.

Tatsächlich konnten sich in diesem Jahr viele Inselbewohner von seiner Qualität überzeugen. Unter anderem auf dem legendären Glastonbury Festival präsentierte er seine gefühlvollen, ironischen Neo-Folk-Stücke.

Seine Erziehung lässt eine kreative Umgebung nicht missen. Aber trotz künstlerischer Ambitionen des Vaters, verbringt der kleine Eugene einen großen Teil seiner Pubertät vor der Spielkonsole. Nur selten aber mit den Jahren immer öfter, greift er zur Gitarre. Letztlich ist er so sehr von Musik abhängig, dass er den Wunsch, wie sein Vater Künstler zu werden, für das Songwriting auf gibt.

Mit dem Begriff Singer/Songwrier hat Eugene so seine Probleme. “Es ist eine solch uneindeutige Bezeichnung. Wenn man wie ich als Singer/Songwriter aus London stammt, wird man derzeit mit Kate Nash, Jamie T. oder Jack Penate verglichen. Das bin ich nicht”, meint er selbst.

Ihn inspirieren die Helden älteren Semsters, wie Morrissey oder eben Rufus Wainwright. Aber auch Inselkollegen Hot Club De Paris oder The Wombats in seiner direkten Umgeben üben einen Einfluss aus.

Ähnlicher Erfolg wie der seiner Kollegen ist für Eugene McGuinness nicht unerwahrscheinlich. Das Label Domino, welches seine erste Mini-LP “The Early Learnings Of Eugene McGuinness” veröffentlichte, ist ja als Talent-Schmiede bekannt.

2008 setzt Eugene McGuinness mit seinem selbstbetitelten Album in voller Länge einen drauf.

Florian Sievers