In ihrer Heimat zählt die Band um Soundkonzeptler Fitchie und Sänger Joe Dukie zu den bekanntesten Musikern überhaupt: Platin-Verkäufe, Chartnotierungen und Musikpreise en masse inklusive. Nur, dass ihre Heimat Wellington, Neuseeland, ist und der gemeine Mitteleuropäer normalerweise wenig Zugang zum neuseeländischen Musikmarkt findet. Fat Freddys Drop sind die große Ausnahme. Zusammen gefunden hat sich der Kern der inzwischen großen Posse Mitte der Neunziger, als die “Wellington Jazz School” der Brennpunkt einer Dubreggae-Szene ist, die Jahre später mit Bands wie Black Seeds und Trinity Roots für Aufsehen sorgt. Oder eben mit Fat Freddys Drop, die 2001 mit “Live At The Matterhorn”, dem Livemitschnitt eines ihrer schon bald legendären Konzerte, reüssieren.

Der Durchbruch folgt 2005, als ihr erstes Studioalbum “Based On A True Story” mit seiner Melange aus Dub, Rootsreggae, Bläsersätzen und dem eigentümlichen Falsettgesang von Frontmann Joe Dukie für Aufsehen sorgen und schnell zum weltweiten Geheimtipp werden. In Neuseeland genießen sie zu diesem Zeitpunkt schon längst Platinstatus. Es folgen ausgedehnte Tourneen rund um die Welt, triumphale Konzerte in großer Besetzung und Lorbeeren durch die Fachpresse quer über alle Genre-Vorlieben.

Reichlich Zeit lassen sie sich dann mit der Produktion des Nachfolgers “Dr. Boondigga & The Big BW”, der 2009 veröffentlicht wird und das Konzept des entspannten Downtempo-Dubreggae konsequent weiterentwickelt.