Eigentlich hatten sie sich ja mit Fear Before The March Of Flames (ursprünglich eine lokale Zeitungs-Schlagzeile über einen Feuerbrand im US-Staat Colorado) einen Namen in der Post-Hardcore Szene gemacht. Doch nach sechs Jahren beschloss die Kombo, während der Aufnahmen zum vierten Album, sich quasi neu zu erfinden. So wurde der Name knallhart auf die ersten zwei Wörter gekürzt. Fear Before heißt also die Gruppe von nun an. Gründe für die Namensänderung waren vor allem der häufige Besetzungswechsel und die Neuorientierung ihrer Musikrichtung, die im Laufe der letzten Jahre und Alben immer experimenteller geworden war. Die Schreihälse, die zum Teil auch in Spähren des Mathcore vorgedrungen waren, haben sich ein wenig beruhigt und gleiten in melodischere Klangwelten ein. Fear Before scheinen erwachsen geworden zu sein. Die Zeit für einen Neubeginn ist gekommen.

Angefangen hat die Bandgeschichte von Fear Before 2002 in Aurora, Colorado, nachdem fünf junge Burschen begannen Musik zu schreiben, die stark an ihre Vorbilder The Blood Brothers und Converge erinnerte. Der Style war klar: Post-Hardcore. Das Konzept: Songs mit abwechselndem Geschrei und klarem Gesang, dazu harter bis melodischer Sound mit wahnsinnig schnellen Gitarrenriffs.
Ziemlich schnell stand auch ihr Debütalbum „Odd How People Shake“(2003), das zuerst von Rise Records veröffentlich wurde. Nach einem neuen Vertrag bei Equal Vision wurde die Platte im Frühjahr 2004 re-released. Durch Auftritte mit The Blood Brothers, Hopesfall und Bear vs. Shark wurde das Quintett vor allem in der Szene bekannt. Ihr zweiter Longplayer „Art Damage“ erschien im September 2004 und wies einen noch härteren Stil der Band auf. Mathcore war angesagt. Hauptsache verrückt und brutal um Aggressionen und Ärger freien Lauf lassen zu können. Gleichzeitig wurde die Live-EP „Live at the Epicentre“ bei einem Gig in San Diego, Kalifornien aufgenommen. Es folgten weitere laute Konzerte mit namenhaften Hardcore Bands wie Underoath, The Chariot und Norma Jean.

Schon auf dem dritten Studioalbum „The Always Open Mouth“(2006) beruhigten sich die Gemüter wieder und die experimentelle Seite der Musiker kam zum Vorschein. Weniger Screams, mehr Harmonie hieß es dieses Mal.
Auf der vierten Platte „Fear Before“(2008) ist die neu betitelte Formation endlich angekommen. Ihr Musik hat sich entwickelt und ist gereift. Positive Vibes in den Melodien machen sich bemerkbar. Mit neuem Bandnamen ist die Formation von Fear Before bereit die Musikwelt erneut zu erobern.

Fear Before sind:

Adam Fisher – Gitarre/Gesang
David Marion – Gesang
Mike Madruga – Bass
Zach Hutchings – Gitarre
Clayton Holyoak – Schlagzeug

Steffi Hönig