Aus dem unerschöpflichen Indie-Rock-Pool Montreal kommt auch dieses Duo.
Nachdem Spencer Krug und Dan Boeckner, die Songwriter von Wolf Parade, 2005 beschließen, sich auch anderen Projekten zu widmen, sind die Handsome Furs geboren: Dan Boeckner, der die schrammelige Gitarre spielt und dem Projekt seine prägnante Stimme verleiht und seine Frau Alexei Perry, die Keyboard, Synthesizer und Drumcomputer steuert.
2006 tourt das Ehepaar, das bis dahin kein Songmaterial veröffentlicht hat, durch Skandinavien und spielt im Anschluss als Vorgruppe für Arcade Fire und Modest Mouse. Die gewonnenen Eindrücke der Skandinavien-Reise verarbeiten sie in ihrem Debüt „Plague Park“, das 2007 bei Sub Pop erscheint.
Das Paar macht es sich selbst zur Aufgabe, die Welt zu bereisen, aufzusaugen und gewonnene Eindrücke sowie den Zustand der Gesellschaft in ihre Musik zu integrieren.
Ihre zweite Erkundungstour führt sie durch Osteuropa, woher sie mit Kritik für die kontrollierende Politik und die Überwachung im 21. Jahrhundert, zurückkehren. Vertont wird das auf dem Album „Face Control (2009), was entschieden mehr Synthie-Pop abbekommt.

Jasmin Hollatz