Das Jeans Team erblickte 1995 als Duo das Licht der Welt. Franz Schütte und Reimo Herford gründeten die berühmt-berüchtigte GALERIE BERLINTOKYO in Berlins Mitte und gaben dort auch ihre ersten offiziellen Konzerte. Zu einem selbst vorproduzierten Video lieferten sie den passenden Soundtrack. Das 45-Minuten-Video „Baby“ von 1996 sollte dann auch die erste Veröffentlichung der Band sein. 1997 werden die Videos ersetzt durch zwei neue Mitstreiter: Gunter Kreis und Henning Watkinson. Ein richtiges Quartett! Für ihre Bühnenshow legen sich Jeans Team eine riesige Leuchtreklame zu, die an einer Straßenecke im Berlin Wedding auffällt.
Nachdem die ersten Songs auf Compilations der Labels „Spielkreis“ und “Bungalow“ erscheinen, begibt sich die Band erstmal auf Tour mit Auftritten u.a. in Paris und Amsterdam. Auf dem eigenen „Nadel Eins“- Label werden die beiden Singles „Hi Fans“ und „Ein Atom“ veröffentlicht. Für den ersten Longplayer „Ding Dong”, 1999 im “Nadel Eins Studio“ aufgenommen, bekommt Kitty-Yo den Zuschlag. Der Sound entspricht einer neuen Form elektronischer Popmusik mit hypnotischen Melodien und staubigen Rhythmen, eingefasst in skelettartige Arrangements. Die Texte wirken sehr reduziert, enthalten meistens nur wenige Schlagwörter und emotionale Aufforderungen zum Tanzen.
Die neue Single “Keine Melodien” wird gleichzeitig als Original, als Danceremix (MJ Lan von Low Spirit) und als Cover-Version von Peaches veröffentlicht. Eine ausgiebige Tour durch Deutschland und Österreich folgen, zusätzlich ein Gastspiel auf dem Benicassim-Festival in Spanien. Im Frühjahr 2001 wird „Keine Melodien“ einer Generalüberholung unterzogen und mit neuen Remixes von Peaches, OP:L BASTARDS and Johannes Heil wieder veröffentlicht. Das dazugehörige Video schafft es in die Rotationen von Viva und MTV. Die Single verkauft sich weltweit rund 15.000-mal. Mit Peaches geht es auf neue Tour durch Skandinavien. Man trifft Brüder im Geiste: OP:L BASTARDS und Aavikko. Dann ist aber zwischenzeitlich erstmal Schluss: Franz, Reimo, Gunter und Henning wollen erstmal ihr Studium abschließen.
Es bleibt eine Trennung von kurzer Dauer. Denn schon 2002 liegt mit „Gold und Silber“ (Kitty-Yo) eine neue EP des Quartetts in den Regalen. Drei neue Songs und aufpolierte Klassiker des „Ding Dong“- Albums sind darauf zu finden. Der Sound wirkt ausgefeilter, er schielt diesmal mehr auf die Tanzflächen. Erstmals wird das Album auch in Skandinavien veröffentlicht. Die anschließende Tour führt das Jeans Team durch Deutschland, Spanien, England und Schottland.
Ende 2002 beginnt das Quartett mit den Aufnahmen zum zweiten Longplayer. Zwischendurch lädt John Peel Jeans Team zusammen mit Tarwarter zur legendären John Peel Session nach London ein. Im Mai 2003 werden sie dann vom Goethe-Institut auf Russland-Tournee geschickt, mit Auftritten in Nischnij Novgorod, Samara, Saratov, Rostow-am-Don und Moskau. Konzerte in Portugal, Schweden und Norwegen folgen.
“Musik von Oben” wird Ende 2003 fertig gestellt. Stilistisch knüpft er an „Gold und Silber“ an. Nur noch zwei der zehn Titel sind instrumental. Die Arrangements klingen ausgefeilter, neu hinzu gekommene Instrumente wie Blechbläser, Autoharp, Harmonium, Omnichord und Stealdrums erweitern den Sound von Jeansteam zu einem Hybriden aus programmierten elektronischen Strukturen und freiem Spiel. Erstmals arbeitet Jeans Team mit Gastsängerinnen: Sonya Moraru singt „Moara Mea“ auf Rumänisch, Elli Medeiros begleitet den letzten Track „Arthur“.
Nach einigem Hickhack und Labelwechsel erscheint „Musik von Oben“ im Januar 2005 bei Louisville Records.

Videolink zu Baby3