Bekannt ist Jenny Lewis (*1976 in Las Vegas, Nebraska) als Leadsängerin und Gründungsmitglied der Indie-Rockband Rilo Kiley, doch die junge Dame wandelt auch auf Solopfaden. Die Künstlerin steckt schon seit Kindesbeinen in ihr. Ob Sängerin, Musikerin oder Schauspielerin. Bei so einer Vergangenheit ist es nicht erstaunlich, dass sich die Amerikanerin auch in der weiten Musikwelt alleine behaupten möchte und dies vor allem kann. Erfolg vorprogrammiert.

Conor Oberst, seines Zeichen Sänger von Bright Eyes, fragte Jenny Lewis eines schönen Tages im Jahre 2004, ob sie denn nicht Lust auf Aufnahmen für ein eigenes Album bei seinem Label Team Love Records hätte. Natürlich hatte sie Lust und ließ sich diese Chance nicht entgehen. Daraufhin erschien ihr Solo-Debüt „Rabbit Fur Coat“ im Januar 2006. Auf dem Album erhielt sie Verstärkung von Oberst, James Valentine (Gitarrist von Maroon 5), Ben Gibbard (Death Cab By Cutie) und insbesondere den Watson Twins, die sie auch auf ihre Tour begleiteten.
Mittlerweile ist die erfolgreiche Sängerin beim Major Label Warner Bros. Records (Rilo Kiley ebenso) untergekommen und veröffentlicht im September 2008 ihren zweiten Longplayer „Acid Tongue“. Auch diese Mal bekam sie Hilfe bekannter Musiker, allen voran Schmusesänger Johnathan Rice.

Ihr Musik lässt sich beschreiben als gefühlvoller Indie mit Folk, Soul und Pop vermischt. Auch die Country Einflüsse der Platten ihrer Mutter sind das ein oder andere Mal erkennbar. Ihre Stimme säuselt dabei honigsüß mit unheimlich viel Stärke und Ausdruck aus der Musikanlage. Ernstaft verarbeitet sie ihre persönlichen Erfahrungen in ihren Texten. Die mal düster, mal fröhlicher ausfallen. Die junge Singer-Songwriterin ist einfach was für die Ohren und das Herz.

Steffi Hönig