„This is dramatic stuff, kids, the kind of sound that takes us back to The Cure“, schießt das Lob aus den Mündern nordamerikanischer Musikkritiker beim EP-Debüt der vier wandelnden Kapuzenträger aus Boston. Junius knacken seit ihrer Bandgründung 2002 auch die kritischste Musikliebhaber-Nuss. Zu ausgefuchst ist das New Wave- Art-Rock-Konzept des Vierers. So vertrackt und energetisch, dass einem das Atmen früher oder später überflüssig erscheint. Dass man sich nur noch von den bittersüßen musikalischen Früchten des Quartetts ernähren will.

Die Songs der 2004 erschienenen EP „Forcing Out The Silence“ klingen ebenso noch nie da gewesen wie unheimlich bekannt. Gerade ist Joy Division von der Bühne geschlendert, stolpert The Cure zum Mikrofon. Placebo und Explosions In The Sky kollaborieren so unverschämt ausgetüftelt, dass irgendwie alles neu daherkommt. Das nennt der Vierer dann Post-Wave und tourt damit 200 Tage im Jahr durch die heimischen Gefilde.

2006 folgt die zweite Scheibe „Blood Is Bright“ und eine Tournee mit den harten Überfliegern Circle Takes The Square. Wieder liegen Schöpfung und Endzeitstimmung musikalisch so nah beieinander wie Kaffe und Käsekuchen auf dem Sonntagstisch. Wieder spielen Prog und Noise Bäumchen-Wechsle-Dich miteinander. Titel wie „Hiding Knives“ oder „A Word Could Kill Her“ tragen die musikalische Stoßrichtung schon im Namen und bieten dennoch mit jedem Takt etwas Unerwartetes.

„Breathtaking atmospherics and sensibillities“, titelt das Exclaim! Magazine und trifft damit punktgenau, was uns auf dem 2008 erscheinenden Full-Length-Album „Martyrdome Of A Catastrophist“ erwarten wird. Atemstillstand!

Junius sind:
Mike Repasch-Nieves – Gitarre
Joel Munguia – Bass
Dana Filloon – Drums
Joseph E. Martinez – Vocals, Gitarre

Jennifer Beck