Louie Austin ist ein alter Haudegen, ein frischer Wind, ein Junggebliebener voller Weisheiten. Alois Leuf wird 1946 in Wien geboren. Trotz seines frühen Interesses für Musik und Akkordeon- Spielerei, heißt es für Aloies Schule, Matura und Ingenieurstudium.

Die Wünsche seiner Mutter kann er allerdings nicht ganz erfüllen und bricht das technische Studium ab um am Wiener Konservatorium Gesang und Schauspiel zu studieren.

Mit dem Abschluss in der Tasche, befreit er sich selbst aus dem engen Österreich und macht sich auf in die Welt. Über die Stationen Südafrika, Australien, und New York lässt er sich in Las Vegas nieder. In der Stadt des Entertainments blüht das Showtalent Louie auf und feiert mit „The Harlem Blues & Jazz Band“ einige Erfolge.

Von der Inspiration der alten Meister, Frank Sinatra oder Sammy Dais jr., bis zum modernen Clubsound geht Louie Austen den Weg über die Heimat. Nach acht Jahren USA zieht es ihn nach Wien, wo er sich als Hotel-Bar-Sänger den Lebensunterhalt verdient.

Erst 1999 kommt es zur ersten Kollaboration mit Mario Neugebauer, aus der das Debüt-Album “Consequenses” entspringt. Neugebauer produziert zwei weitere Alben für Louie Austen. 2006 erscheint sogar ein “Best Of ” aus der Zusammenarbeit, die schon 2004 endet.

Wie die Konzertbesucher werden auch die Kollabortionen häufiger. Für sein Album “Iguana” 2006 sammelte er verschiedenste Produzenten um sich. Obwohl er mittlerweile international gebucht wird, lässt er es sich nicht nehmen weiterhin im Wiener Mariott Hotel zu singen.

2007 nimmt Louie, mit seinem eigenen Label “LA Records”, seine Veröffentlichungen selbst in die Hand. Erster Output des Labels sind die EPs – „Summer Love“ und „Dreams Are My Reality“.

Mit einer neuen EP Ende 2008 bleibt Louie Austen auch weiter hin aktiv. Und mit seiner Nebenrolle in Stefan Ruzowitzkys Oscar-gekröntem Epos „The Counterfeiters / Die Fälscher“ wird er seinem Ruf als “Hans Dampf in allen Gassen” ein weiteres Mal gerecht.

Florian Sievers