Es ist soweit, ich wusste es schon immer! Die Amerikaner haben einen Schuss! Und zwar einen mächtig gewaltigen! Da denkt sich eine Marketingfirma eine wirklich gute Werbekampagne aus und was machen die in Daueralarmbereitschaft versetzten Bushanhänger? In eine Panik ungeahnten Ausmaßes verfallen. Ist doch klar.

Aber worum geht es nun genau? Für die Kultserie “Aqua Teen Hunger Force” wurden in mehreren amerikanischen Städten Tafeln aufgehängt, die mit LEDs bestückt waren. Diese wiederum wurden von Batterien mit Strom versorgt. Sieht lustig aus, leuchtet schön, zieht die Blicke auf sich und… In Amerika schüren die Dinger Panik. Könnten ja Bomben sein. Sehr kreative Terroristen müssten das wohl gewesen sein, die da in mühevoller Kleinarbeit einen Getränkekarton mit gehobenem Mittelfinger gebastelt haben. Ist ja bekannt, Terroristen neigen zu kleinen Scherzen, um ihre Opfer wenigstens in den letzten Sekunden des Lebens noch mal richtig aufzuheitern. Sind doch eigentlich ganz nett, oder?

Okay, Spaß beiseite. Wenn irgendwo Batterien und blinkende Lichter zu sehen sind, wissen die actionfilmgebildeten US-Bürger natürlich sofort, dass das nicht koscher sein kann und alarmieren die umgehend Polizei. Diese wiederum weiß von Papa Bush ganz genau: Wenn es blinkt und da sind Batterien dran, dann ist das gefährlich. Eine Bombe. Dann noch der Stinkefinger gezeigt? Talliban! Hat Professor Liebstrumpf erzählt und der wird es ja wissen. Oder so.

Auf jeden Fall wurden mehrere Straßen in Boston gesperrt, um die gefährlichen Werbebotschaften zu entschärfen. Sogar Wasserkanonen zum Zerstören der Fundstücke wurden aufgefahren. Da kann man nur sagen, die Paniktaktik der Regierung Bush fruchtet bestens. Man ist bedroht, man weiß das und man verpetzt alles. Wie bei der Stasi. Also fast.

Der Spiegel Online schreibt, das Marketing wäre misslungen, aber ich seh das ganz anders. Mehr Aufmerksamkeit für die Serie kann es wohl kaum geben, als international in den Medien zu sein. Gute Werbung! Und blinker blinker…