We’ve been on the run,
Driving in the sun,
Looking out for number 1,
California here we come,
Right back where we started from…..Californiaaaaaaaaa

Genau mit diesen Wörterchen hat sich Phantom Planet bei uns verewigt. Ein schöner Sommerhit und berühmte Begleitmelodie zur Erfolgsserie “O.C. California”.

Was? Mehr kennst du nicht? Genau: Denn in Deutschland konnten sich Alexander Greenwald (Gesang), Darren Robinson (Gitarre), Sam Farrar (Bass), Jason Schwartzman (Schlagzeug) und Jacques Brautbar (Keyboard, Gitarre) lediglich als One-Hit-Wonder bemerkbar machen.
Dabei klingt die Rock-Band aus Los Angeles eigentlich nach mehr.
Unsere amerikanischen Kollegen empfingen Phantom Planet deshalb auch mit gesteigerter Freude. Vor allem in L.A. und Umgebung nahm man sie durch Live-Auftritte schnell war und als alternative Gruppe in die musikalischen Herzen auf.

Drei Jahre nach der Gründung, erhielt die Band, die sich nach einem Science-Fiction-Film der 70er Jahre benannte, 1997 einen Plattenvertrag. Unterschrieben wurde beim geachteten Label “Geffen Records”. Ein Jahr später dürfen sie “Phantom Planet Is Missing” veröffentlichen. Erinnern tut diese Schöpfung an Surf-Songs die entspannt auf ihren Wellen reiten. Von der relaxten Wirkung verlieren Phantom Planet auch bei ihrer nächsten Platte “The Guest” (2002) nicht. Gerockt wird aber trotzdem mehr, sodass kalifornischer Pop-Rock entsteht. Vor der Erscheinung unter “Epic Records”, hatten die fünf Amerikaner kräftigen Support von den namenhaften Produzenten Tchad Blake (Pearl Jam) und Mitchell Froom (Elvis Costello, Paul McCartney). Ein ausgesprochen angenehmes Ergebnis das. Und so kommt dann auch der sogenannte Durchbruch mit Mega-Single “California“, welche bekanntermaßen bis zu uns herüberschwappte.
Es folgt das große Reisen : Fungieren tun Phantom Planet im Laufe ihrer Bandgeschichte u.a. als Opener für Guns N’ Roses, Sting, Elvis Costello, Incubus, The Zombies, The Hives, American Hi-Fi und Maroon 5.
2004 kommt das dritte –selbstbetitelte- Album auf den Markt und klingt noch härter. Von einigen wird das Erklingende sogar schon als Garage bezeichnet.
Wer weiß, wo die se Entwicklung sein Ende haben wird. Offenkundig hat die Gruppe den Vorsatz gefasst, jede Scheibe anders klingen zu lassen.

Nachdem die Gründungsmitglieder Jason Schwartzman und Jacques Brautbar 2003 bzw. 2004 aus dem Band-Dasein ausschieden, machen die Jungs nun zu viert -mit Ersatz-Drummer Jeff Conrad- weiter.
Oder auch nicht: Auf etwas Neues wird bis jetzt nämlich vergeblich gewartet. Obwohl schon die Studioarbeiten eine gestreckte Zeit lang andauerten, jetzt aber angeblich abgeschlossen sind, könnte sich die Veröffentlichung des zukünftigen Albums aus business-technischen Gründen weiterhin hinauszögern.
Die Band selbst bedauert dies und vermehrt unfreiwillig die Vorfreude auf eine hoffentlich gelungene Platte.

Anton Windirsch