“The King Of The Monsters”, ex-White Zombie Mastermind Rob Zombie, seit nun mittlerweile 14 Jahren eine feste Größe im Rock-Biz, vereint definitiv und eindrucksvoll die beiden Attribute “multitalentiert” und “erfolgreich”: So wurde er u.a. für fünf Grammys nominiert; erhielt ein MTV Video Award für einen Clip, bei dem er selbst Regie führte; für den #1 Animationsfilm “Beavis And Butt-head Do America” kreierte er eine der Schlüsselszenen; er gründete sein eigenes “Psycho-Surf-Trash-Rock” Label “Zombie A Go-Go”; er arbeitet an einem Comic-Buch, und und und.

Dass sein größtes Talent allerdings im musischen Bereich liegt, das bewies Rob Zombie mit seinem letzten Album “Hellbilly Deluxe” mehr als eindringlich. In den USA von der “Alternative Press” bereits weit im voraus als “one of the most anticipated records of 1998” betitelt, hielt das frische, von Scott Humphrey (Metallica, Mötley Crüe) produzierte und mit Unterstützung von Tommy Lee, John Tempesta (White Zombie), Danny Lohner und Charlie Crouser von Nine Inch Nails eingespielte Werk, was der Name Zombie verspricht. Industrial Hardrock at its best: Hammerhart, sehr tight und energiegeladen ging’s zur Sache, wobei der ruppige Gesang von erstaunlich melodiösen Hooks getragen wurde.

Doch beginnen wir bei White Zombie, der Band, mit der Rob Zombie sich bereits eindringlich der Öffentlichkeit präsentierte: Bereits 1991 veröffentlichten White Zombie ihr Major-Debüt “La Sexorcisto: Devil Music Vol. 1”. In der Folgezeit tourte die Band unaufhörlich mit bis zu 350 Shows – und mit Erfolg: Die Single “Thunder Kiss ’65” entwickelte sich zum Hit, wurde Grammy nominiert und das Album verkaufte mehr als 2 Millionen Exemplare.

1993 erschien das Follow-Up “Astro-Creep 2000”, das aus dem Stand die Top Ten der Billboard-Album Charts enterte und sich dort zwei Monate hielt (insgesamt war “Astro-Creep 2000” 89 Wochen in den Top 200!). Weiterhin war auf dem Album der ebenfalls Grammy nominierte Hit “More Human Than Human” enthalten. Im gleichen Jahr erhielt Rob Zombie den MTV Music Video Award (“Best Hard Rock Video”) für den Clip zu “More Human Than Human”, bei dem er selbst Regie geführt hatte, und kurz darauf wurde “Astro-Creep 2000” mit Doppel-Platin geehrt.

Schon damals ließen es sich angesagte Künstler nicht nehmen, Remixe der Zombie-Songs zu produzieren – “Supersexy Swingin’ Sounds”, ein komplettes Remix-Album erschien und wurde – wen wundert’s – mit Goldehren ausgezeichnet.

Es folgten mehrere Arbeiten Rob Zombies außerhalb seiner Band. Zunächst hatte er die Gelegenheit, mit seinem Kindheits-Idol Alice Cooper gemeinsam ein Duett einzuspielen: “Hands Of Death”. Dieser ebenfalls Grammy nominierte Song musste dann gegen einen weiteren Zombie-Song antreten, nämlich “I’m Your Boogieman” aus dem Platin-Soundtrack “The Crow: City Of Angels”.

Während darauffolgender Tourneen begann Rob gemeinsam mit dem “Beavis And Butt-head”-Erfinder Mike Judge an einer Schlüsselszene des Films “Beavis And Butt-head Do America” zu arbeiten – eine Szene, die von vielen Zuschauern später als die beste Szene des Films gewertet wurde.

Danach arbeitete Rob Zombie erneut mit den Machern der “The Crow” TV-Serie zusammen, bis ihn schließlich “The King Of All Media”, niemand Geringerer als Howard Stern bat, für seinen neuen Film “Private Parts” mit ihm zusammen ein Duett aufzunehmen. “Ich war seit 13 Jahren ein Fan von Howard”, erinnert sich Zombie. “Mit ihm zusammen zu arbeiten war für mich ebenso eine Ehre wie ein großes Vergnügen.” Das treibende “The Great American Nightmare” war das Ergebnis dieser ungewöhnlichen Kooperation, der Film wurde “Box Office”-#1, ebenso wie der Soundtrack, der mit Platin ausgezeichnet wurde.

Anschließend startete Rob Zombie die Arbeiten an dem Album “Hellbilly Deluxe”. Ein Album der Superlative, angefüllt mit Songs der allerersten Güteklasse.