Hinter Teitur verbirgt sich der 1977 geborenen Sänger und Songwriter Teitur Lassen von den Färöer Inseln. In seiner Heimat ist er ohne Übertreibung ein absoluter Star. Bereits in frühen Lebensjahren lernte er Klavier und Gitarre. Mit seiner ersten Band Mark No Limits brachte er 1996 sein selbst betiteltes Debüt-Album heraus. Zunächst sang er noch in der Landessprache wechselte dann aber zu Englisch. Seine Band gewann zahlreiche regionale Musikpreise wie zum Beispiel den färöischen Rock/Pop Songcontest. Teitur wollte aber noch mehr erreichen und zog aus diesem Grund für 2 jahre in die USA. 2002 unterzeichnete er dann einen Vertrag bei Universal Records und veröffentlichte ein Jahr später sein viel beachtetes Soloalbum „Poetry & Aeroplanes“. Mit seinen wunderschönen, warmen und einhüllenden Balladen setzt er mit diesem Werk einen Meilenstein der Nordic Folk-Bewegung. Ganz im Sinne des Folk sind seine Lieder meist nur mit Akustikgitarre, Klavier und einer kleiner Streicherbesetzung eingespielt. Obwohl seine Musik durchaus Popanleihen besitzt, finden häufig ¾ Takte und Molltonarten den Weg in seine Stücke. Zu seiner Art Lieder zu schreiben sagt er: “Ich beschreibe viel lieber die Dinge, und der Rest bleibt offen für Interpretation. Ein Moment soll gefangen werden, den ich dann erst später vollkommen verstehe.”
Das nächste Album „Stay Under the Stars“ erscheint dann 2006 auf dem von ihm gegründeten Plattenabel Arno & Betty Recordings. Generell besitzt das Album eine wesentlich positivere Grundstimmung als der melancholische Vorgänger. Seinem großen musikalischen Vorbild Louis Armstrong schreibt er darauf mit „Louis, Louis“ eine kleine musikalische Hommage. Neben dem gewohnten Balladen streut er aber auch Dissonanzen, wie zum Beispiel in „I run the Carousel“. Teiturs großer Erfolg findet seinen vorläufigen Höhepunkt in der Auszeichnung als bester dänischer Sänger bei den „Danish Music Awards 2007“. Zur Zeit lebt er in London und arbeitet an seinem neuen Album, welches für Frühling 2008 geplant ist.

Robert Schwabe